Nicht nur Breite und Tiefe entscheiden, sondern auch lotrechte Wände, Bodenunebenheiten und Deckenhöhen. Nutze Kreuzlinienlaser, ein langes Richtscheit und Abstandskeile. Dokumentiere Abweichungen fotografisch und in Millimetern, damit Zuschnitte, Sockel und Aufhängungen später ohne Improvisation passgenau ineinandergreifen.
Probiere Positionen zunächst mit Kreppband, ablösbaren Klebepads und Bleistiftlinien aus. So kannst du Griffe, Haken oder Lichtleisten mehrfach verschieben, bis Bewegungsfreiheit, Greifhöhen und Symmetrie wirklich stimmen. Erst danach bohren, dübeln, verschrauben und jede Markierung sauber kontrollieren.
Informiere Hausverwaltung und Nachbarinnen rechtzeitig, hänge einen freundlichen Zettel in den Eingangsbereich und nenne Uhrzeiten. Wer Bescheid weiß, stellt Kinderwagen um, hält Türen frei und hilft vielleicht spontan, wenn ein Paket klemmt oder der Aufzug streikt und stoppt.
Lege vorab drei Plätze fest: Anlieferung, Auspacken, Vormontage. Markiere sie mit Band auf dem Boden. So bleiben Wege frei, Kleinteile verschwinden nicht, und empfindliche Fronten landen nicht zufällig unter Werkzeugkoffern, Schuhen oder nassen Jacken von helfenden Freundinnen.
Nutze LiDAR, Fotomess-Apps und klassische Zollstöcke gemeinsam. Vergleiche Werte, trage Abweichungen ein und kennzeichne Unklarheiten in Screenshots. Je früher Kollisionen sichtbar werden, desto günstiger lassen sich Fehler vermeiden, Bauteile umplanen und Lieferungen rechtzeitig anpassen oder verschieben.
Stelle im AR-Modus realistische Materialien, Schatten und Gangbreiten ein. Laufe die Wege tatsächlich ab, öffne imaginäre Türen und beuge dich, als würdest du Schubladen bedienen. Diese Körperprobe entlarvt Engstellen, bevor teure Bohrlöcher oder unhandliche Korpusse Fakten schaffen.
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